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Rassismus

Rassismus

Die Vorstellung, dass es Menschen gibt, die „von Natur aus" höher- oder minderwertig sind, ist alt: die Geschichte des Rassismus und dessen Frühformen finden sich bereits in der Antike. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und dem Zusammenbruch des deutschen Nationalsozialismus glaubten viele Menschen in Deutschland, dass der Rassismus nun endgültig Geschichte sei, weil der Rassismus stets unmittelbar mit NS-Deutschland assoziiert wurde. Dabei gibt es auch heute noch immer Rassismus und Gewalt, nur hat sich die Form des Rassismus  verändert. Die hier folgenden Seiten sollen über das „Wesen“ und die Entwicklung des Rassismus informieren.

1. Vorbereitung des Ausstellungsbesuches / Einführung in das Thema


Brainstorming: Was ist eine „Rasse“?

Ziel und Inhalt der Methode: Die Schüler/innen sollen erfassen, dass die konstruierte Kategorie „Rasse“ samt ihrer Diskriminierung mehr sozial hergestellt als biologisch vorherbestimmt ist.

"Warum wir von Rasse sprechen" - Zum Hintergrund des „Rasse“-Begriffes


Steierische Völkertafel – die Geschichte des Rassismus

Inhalt und Ziel der Methode: Um die lange historische Kontinuität rassistischen Denkens aufzuzeigen, wird den Schüler/innen die Steierische Völkertafel im Unterricht gezeigt. Sie sollen über die Darstellungsweise der verschiedenen Personen, ihrer angenommenen Eigenschaften in Verknüpfung zu ihrer nationalstaatlichen Herkunft diskutieren.

Link zur „Völkertafel Steiermark“

Erklärung zur steierischen Völkertafel >> https://austria-forum.org/af/Wissenssammlungen/Damals_in_der_Steiermark/Die_steirische_V%C3%B6lkertafel


Rassismus erkennen: Was ist alles Rassismus?

Inhalt und Ziel der Methode: Verschiedene Alltagssituationen werden daraufhin untersucht, ob in ihnen Rassismus eine Rolle spielt. Dabei geht es nicht um richtige Antworten, sondern um eine gemeinsame Annäherung. Die Teilnehmer/Innen erhalten die Kopiervorlage „Was alles so passiert…“ und teilen sich in Kleingruppen zu je 4 bis 6 Personen auf. In der Arbeitsgruppe tauschen sie sich 20 – 30 Minuten über die geschilderten Situationen anhand folgender Fragen aus: Gibt es in der beschriebenen Situation Rassismus? Wenn ja, warum? Wenn nein, wie würdet Ihr die Situation beschreiben und bewerten? Wenn Ihr Euch unsicher seid: Welche weiteren Informationen braucht ihr für die Bewertung?

Methode: Was ist alles Rassismus?

 

2. Methodenvorschläge während des Ausstellungsbesuches

 

Karikatur „Herkunft“

Inhalt und Ziel der Methode: Die Schüler/innen interpretieren die Karikatur und diskutieren im Anschluss die vorgeschlagenen Fragen.

Methode: Herkunft


Deutschland schwarz-weiß – ein Gedankenexperiment

Inhalt und Ziel der Methode: Lest die Einführung aus "Deutschland Schwarz Weiß". Was meint Ihr: Welches Land meint die Autorin?

Quelle: Sow, Noah (2008): Deutschland Schwarz Weiss. Der alltägliche Rassismus, C. Bertelsmann Verlag, München 2008

 

3. Nachbereitung des Ausstellungsbesuches

 

Deutscher Kolonialismus

Ziel und Inhalt der Methode: Nach dem die Schüler/innen Sensibilität gewonnen haben, sollen sie lernen, dass Rassismus kein „neues“ Phänomen ist, sondern bereits in der kolonialen Vergangenheit Deutschlands eine große Rolle gespielt hat.

Hintergrund: Deutscher Kolonialismus in Afrika. Aspekte einer Chronologie

Methode: Koloniales Denken / koloniale Bilder -- alles Geschichte?

 

1. Literaturhinweise und Hintergrundinformationen
  • Susan Arndt, Maureen Maisha Eggers, Grada Kilomba, Peggy Piesche (Hg.), Mythen, Masken und Subjekte. Kritische Weißseinsforschung in Deutschland
  • Arndt, Susan/Ofuatey-Alazard (Hg.) (2011): (K)Erben des Kolonialismus im Wissensarchiv deutsche Sprache. Ein kritisches Nachschlagewerk. Münster: Unrast-Verlag.

 

2. Filme & Medien
  • Medienprojekt Wuppertal: Muslimfeindlichkeit. Eine Filmreihe über antimuslimischen Rassismus. September 2013, 150 Minuten. Kaufpreis: 40 Euro, siehe: www.medienprojekt-wuppertal.de
  • Pepe Danquart - Kurzfilm: Schwarzfahrer

 

 - Rollup: Rassismus