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Flucht und Migration - ein historischer Blick

Flucht und Migration - ein historischer Blick

Wanderungsbewegungen kennzeichnen die Menschheitsgeschichte: Im 19. Jahrhundert zum Beispiel wanderten Deutsche vor Armut und Hungersnot aus, im 20. Jahrhundert gab es Flucht und Deportation infolge ideologischer Verfolgung und nach 1945 waren Vertriebene und überlebende Opfer auf der Suche nach einer neuen Heimat. Doch von rechten Gruppierungen werden Einwanderung, Flucht und Geflüchtete immer wieder als Bedrohung angesehen und instrumentalisiert, um in der Bevölkerung Angst zu schüren und vermeintliche „Sündenböcke“ für gesellschaftliche Probleme präsentieren zu können.
Ein Blick in die Geschichte sowie auf Daten und Fakten verschafft Klarheit.


1. Vorbereitung des Ausstellungsbesuches / Einführung in das Thema

Migrationshintergrund?
Inhalt und Ziel der Methode: Die Lernenden informieren sich über ihre eigene Migrationsgeschichte und erfahren, dass vor nicht allzu langer Zeit auch viele Deutsche geflüchtet sind.
Quelle: Das Thema „Menschen auf der Flucht" an Brandenburger Schulen. Eine Handreichung für Lehrkräfte sowie Bildungsreferentinnen und -referenten des RAA Brandenburg in Trägerschaft des Demokratie und Integration Brandenburg e.V. 2016 2. überar. Auflage. S. 29  >> Link



2. Methodenvorschläge während des Ausstellungsbesuches

Spuren der Migration – Deutsche Ortsnamen in den USA
Inhalt und Ziel der Methode:

Die im 19. und 20. Jahrhundert stattgefundenen Auswanderungen aus Europa nach Amerika betrafen auch unzählige Deutsche. Das Modul will die Perspektive ändern und aufklären: Auch Deutsche waren und sind Auswanderer. Mit dieser Perspektive fällt es oft leichter, Verständnis für die Gründe des "Aufbruchs" zu entwickeln.
>> http://baustein.dgb-bwt.de/PDF/C8-Spuren.pdf

 

3. Nachbereitung des Ausstellungsbesuches

Wo ist meine Heimat? & Visualisierung der Migrations- und Fluchtgründe

Inhalt und Ziel der Methode: Die Schülerinnen und Schüler sollen sich zu unterschiedlichen Aussagen zum Begriff „Heimat“ positionieren. Im Anschluss tauschen sich darüber aus, was für sie Heimat ist und aus welchen Gründen (freiwillig oder gezwungen) sie diese verlassen würde. Darauf aufbauend sollen die Schülerinnen und Schüler die Unterschiede über anerkannte und nicht anerkannte Fluchtgründen aufgeklärt werden.

Quelle: Georg-Eckert-Institut – Leibnitz-Institut für internationale Schulbuchforschung. Projekt: Zwischentöne. Materialien für Vielfalt im Klassenzimmer. Hier unter Material 1 „Spiel: Wo ist meine Heimat?“ zu finden. >> Link
Quelle: Das Thema „Menschen auf der Flucht an Brandenburger Schulen. Eine Handreichung für Lehrkräfte sowie Bildungsreferentinnen und -referenten des RAA Brandenburg in Trägerschaft des Demokratie und Integration Brandenburg e. V., 2016, 2. überar. Auflage, S. 34f >> Link

  • Beer, Mathias (2002): Umsiedlung, Flucht und Vertreibung der Deutschen als internationales Problem. Zur Geschichte eines europäischen Irrwegs. Darstellung und Perspektiven, das Thema im Unterricht, Quellen und Materialien. Stuttgart: Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg. (>> Bestellmöglichkeit)
  • Benz, Wolfgang (2001): Flucht aus Deutschland. Zum Exil im 20. Jahrhundert. München: Dt. Taschenbuch-Verlag.
  • Cazas, Helga (2005): Auf Wiedersehen in Paris. Als jüdische Immigrantin in Frankreich 1938-1945. Frankfurt am Main: Fischer.
  • Quentmeier, Manfred / Stupperich, Martin / Wernstedt, Rolf (Hrsg.) (2016): Vertrieben, geflohen – angekommen?: Das Thema Flucht und Vertreibung im Geschichts- und Politikunterricht. Schwalbach/Ts.: Wochenschau Verlag.
 - Rollup: Flucht und Migration - ein historischer Blick